Die KI-Woche im Überblick
Die wichtigsten belegten Ereignisse aus den Tagesausgaben, mit ihren ursprünglichen Ereignisdaten.
Google enthüllt Gemini 4 Carbon für Cybersicherheit
Google DeepMind hat am 28. Oktober 2026 das neue Modell Gemini 4 Carbon vorgestellt. Laut Google ist es das bisher leistungsfähigste Modell des Konzerns und übertrifft das vor zwei Wochen gestartete Gemini 4 Argon. Carbon führt die Benchmark-Tabelle des Artificial Analysis Intelligence Index v5.0 mit einem Wert von 59 an. Der Schwerpunkt liegt auf digitaler Abwehr. Das Modell kann fehlerhaften Quellcode scannen, Risiken bewerten und selbstständig Reparaturcode schreiben. Auf dem Benchmark CWE-bench für Programmkorrekturen erreicht Carbon 71,0 Prozent Erfolgsquote. Google verteilt das System zunächst stufenweise an ausgewählte Sicherheitsteams und arbeitet mit US-Behörden zusammen. Entwickler und Unternehmen sollen erst nach finalen Tests der Schutzregeln Zugriff erhalten. Die Preise starten bei 2 US-Dollar pro Million Eingabetoken.
Sicherheitsteams können Softwarefehler schneller finden und beheben, bevor Angreifer sie ausnutzen. Dies verringert manuelle Routineprüfungen in großen Softwareprojekten erheblich.
Mistral stellt Mistral Large 4 als offenes Modell bereit
Am 29. Oktober 2026 hat Mistral die Gewichte für Mistral Large 4 veröffentlicht. Das multimodale Modell mit dem Spitznamen Le Chonk umfasst eine Billion Parameter. Es verarbeitet Texte sowie Bilder und bietet drei Denkmodi zur besseren Kostenkontrolle. Laut Entwicklerangaben erzielt das System 51 Prozent im Artificial Analysis Cyber Index. Dieser Test misst, wie gut Modelle Sicherheitslücken finden und beheben können. Zudem weist Mistral eine Ablehnungsrate von 96,6 Prozent bei schädlichen Sicherheitsanfragen aus. Das Modell kann auf eigener Hardware betrieben oder über Schnittstellen genutzt werden.
Entwickler erhalten Zugriff auf ein sehr großes Modell mit offenen Gewichten. Unternehmen können anspruchsvolle Programmier- und Sicherheitsaufgaben auf eigenen Servern ausführen, ohne sensible Daten an externe Anbieter zu senden.
GitHub führt Copilot Memory für alle Bezahlpläne ein
GitHub hat am 28. Oktober 2026 GitHub Intelligence gestartet und Copilot Memory für zahlende Nutzer freigeschaltet. Der Assistent merkt sich persönliche Vorgaben und Teamregeln nun dauerhaft über Chatsitzungen hinweg. In internen Tests folgten Sitzungen zu 93 Prozent besser den Entwicklerwünschen. Programmierer müssen Regeln dadurch seltener wiederholen.
Entwickler sparen Zeit bei jedem neuen Programmierauftrag, da der Assistent bekannte Projektkonventionen automatisch behält.
Google Cloud bringt Gemini Robotics ER 2 in die Vorschau
Google Cloud hat am 27. Oktober 2026 das Modell Gemini Robotics Embodied Reasoning 2 in einer öffentlichen Vorschau bereitgestellt. Das Modell fungiert als Steuerzentrale für Roboter. Es verarbeitet Videobilder in Echtzeit, plant Aktionen über mehrere Minuten hinweg und steuert mechanische Greifarme oder humanoide Roboter über Software-Schnittstellen.
Industriebetriebe können physische Roboter einfacher für wechselnde Aufgaben programmieren, ohne jede Einzelbewegung separat einzulernen.
Google DeepMind stellt Genie 4 für Echtzeit-Simulationen vor
Google DeepMind hat am 27. Oktober 2026 das neue Modell Genie 4 vorgestellt. Ein Weltmodell erzeugt interaktive 3D-Umgebungen auf Basis von Text- oder Bildbefehlen ähnlich einem Videospiel. Neu an Genie 4 sind direkt miterzeugte Geräusche und gesprochene Dialoge. Nutzer können die Szene während des Ablaufs verändern. Sie passen Wetter, Kameraperspektive oder neue Figuren per Texteingabe an. Das System hält eine Szene bis zu zwei Minuten lang stabil zusammen. Genie 4 läuft als frühe Testversion für ausgewählte Nutzer. Später soll das Modell für Abonnenten von Google AI Ultra und über Entwicklerschnittstellen erscheinen.
Interaktive Simulationen helfen Robotern beim sicheren Training vor realen Einsätzen. Entwickler erhalten zudem flexiblere Werkzeuge für Spiele und Filmideen.

