
Selbsttest
Frage 1 / 3
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Assistent oder Agent? Was KI heute für dich erledigen kann
Ein Rezept vorschlagen oder den Wocheneinkauf bis zum Warenkorb vorbereiten: Was einen KI-Assistenten von einem KI-Agenten unterscheidet, wie die Arbeitsschleife mit Werkzeugen funktioniert und welche Stopp-Schilder nötig sind.
Eine echte Quelle finden und lesen
Eingabe: METR, auf Deutsch. Die Verbindung listet ihre Werkzeuge, durchsucht die Beiträge und liest den passenden Artikel. Ihr Ergebnis ist der Beitragstext.
Dasselbe Ziel am Küchentisch, zwei verschiedene Rollen
Stell dir vor, es ist Dienstagabend und du planst das Abendessen für vier Personen: Gemüse-Lasagne, Budget maximal 35 Euro.
- Ein KI-Assistent beantwortet deine Frage direkt im Chat: Er schlägt ein Rezept vor und schreibt eine ordentliche Einkaufsliste untereinander. Danach wartet er auf dich.
- Ein KI-Agent bekommt ein Ziel und angeschlossene Werkzeuge: Er prüft zuerst deine Vorratsliste, sucht im Online-Supermarkt nach den fehlenden Zutaten, merkt, dass Bio-Ricotta ausverkauft ist, wählt eine passende Alternative im Budget und legt die Artikel in den Warenkorb, bis er vor dem Bezahlen auf deine Freigabe wartet.
Wie die Arbeitsschleife eines Agenten funktioniert
Der technische Unterschied liegt nicht in einem Zauberwort, sondern in der Arbeitsschleife mit Werkzeugen:
- Ziel verstehen und Schritt planen: Das Modell zerlegt den Auftrag in prüfbare Teilschritte.
- Werkzeug aufrufen: Über eine definierte Schnittstelle (etwa Function Calling oder das Model Context Protocol, kurz MCP) schickt das System eine strukturierte Anfrage an ein Programm, zum Beispiel eine Suche, einen Kalender oder einen Warenkorb-Dienst.
- Rückmeldung prüfen: Das Werkzeug liefert ein echtes Ergebnis oder eine Fehlermeldung zurück („Ricotta nicht verfügbar“).
- Nächsten Schritt anpassen: Der Agent korrigiert seinen Plan anhand der Rückmeldung, bis das Ziel erreicht ist oder eine Freigabegrenze greift.
Wo Agenten scheitern können: Folgefehler und versteckte Anweisungen
Mehr Handlungsspielraum bringt zwei typische Risiken mit sich:
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Fehlerketten: Versteht ein Assistent eine Zutat falsch, siehst du das sofort im Text. Trifft ein Agent in Schritt 2 eine falsche Annahme und baut drei weitere Werkzeugaufrufe darauf auf, kann am Ende das falsche Produkt im Warenkorb oder der falsche Termin im Kalender landen.
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Versteckte Fremdanweisungen (Indirect Prompt Injection): Liest ein Agent beim Recherchieren externe Webseiten, E-Mails oder Dokumente, kann darin manipulierter Text stecken, der versucht, dem Agenten fremde Befehle unterzuschieben.
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OWASP Top 10 for Large Language Model Applications (LLM01: Prompt Injection)
Drei Leitplanken für den Einsatz im Alltag
Damit klar ist, wann ein einfacher Assistent reicht und wann ein Agent sinnvoll ist, helfen drei Regeln:
- Lesen und Entwerfen frei erlauben: Suchen, Zusammenfassen, Vergleichen und Entwürfe vorbereiten lassen sich gefahrlos automatisieren, weil noch nichts nach außen verändert wird.
- Schreiben, Buchen und Senden nur mit Stopp-Schild: Überall dort, wo Geld fließt, Nachrichten an Dritte rausgehen oder Daten gelöscht werden, bereitet der Agent den Schritt nur bis zur Vorschau vor. Den letzten Klick gibst du selbst frei.
- Nur die nötigen Werkzeuge anschließen: Ein Einkaufs-Agent braucht Zugriff auf Rezept und Warenkorb, aber weder auf dein E-Mail-Postfach noch auf deine Banküberweisungen.
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